Februarkalender 2015

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Februar vorbei

Änderung vom 25. 2. :
Der Februar ist fast vorbei und im Radio spielen sie immer noch den Song von Bastille „ßiß ar ße ßings, wi lost in faier.“

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Nach spätestens 31 Tagen hat ein anderer Monat zu beginnen. So geht das.

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Herr Forsythe wieder – Choreographisches Objekt

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Der hier im Blog schon Thema gewesene nun-Ex-Choreograf und nur-noch-Künstler William Forsythe hat wieder zugeschlagen. Nach weißen, an sensorgesteuerten elektromotorgetriebenen Winden hängenden Luftballongs im Festspielhaus Dresden und nach elektromtorgetriebenen Pendeln in Braitn hat er wieder zugeschlagen. Diesmal im Dresdner Lipsiusbau. Zu sehen sind zwei Industrieroboter, die schwarze Fahnen schwenken. Deshalb heißt dieses choreografisches Objekt auch „bläkk flägg“

2001 sah ich im Festspielhaus Hellerau solche Industrieroboter, wie sie mit Tänzern via moschnkäptschur softwär interagierten. robotlab hieß die Truppe und trat im Rahmen der cynetart auf. Das hat mir damals sehr gefallen. Daß es fast 15 Jahre dauert, bis diese Grundidee wieder aufgegriffen wird, hätte ich nicht gedacht. Auf die Interaktion mit Tänzern wurde heuer leider verzichtet.

Aber warum ich diese Ausstellung überhaupt erwähne ist ein Video, welches etwas versteckt im ersten Stock gezeigt wurde.
Liebe Ratsuchende, festhalten! Jetzt kommts:

1.Nehmt eine Schüssel aus Klarglas.
2. Füllt die Schüssel mit Wasser.
3. Gebt schwimmfähige Objekte (hier Erdbeeren) in dieses Wasser. Lass von oben einen Wasserstrahl in die Schüssel, so daß die schwimmfähigen Objekte (hier Erdbeeren) durcheinandergewirbelt werden.
4. Filmt das ganze. Wie ihr das Video nennt ist egal, aber schreibt im Kunsterklärzettel auf jeden Fall sowas wie:„Die Tatsache, dass man eindeutig Muster erkennen kann und die Erwartung des Betrachters eine tiefere Erkenntnis der Abläufe zu erlangen, sind wie eine leicht absurde Demonstration über die Freuden intuitiven choreografischen Verstehens.“ (William Forsythe)

Das ist definitiv einer Erwähnung in diesem Blog würdig. Ich bin begeistert! So muß das sein. Ab sofort werde ich euch auch Tipps für Kunstwerke geben, die sich von kindlichen Welterkundungen inspirieren lassen. Was haben wir als Kind nicht alles in Erwartung einer tieferen Erkenntnis beobachtet! Teig, der vom Löffel tropft; schmelzende Eiswürfel in Cola; Vanillesoße auf Götterspeise; Zucker und Zimt auf heißem Grießbrei; Schnee, der auf Tannen fällt und und und …

Das Besondere an dem Video ist sein Format. Es ist rund. Also nicht wirklich rund, sondern mit einer Maske versehen, so daß man nur die runde Schüssel und den Wasserstrahl sieht. Alles andere ist hinter Schwärze verborgen.
Originalfoto:

 

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Eine gute Idee. Nehmt nächsten Sommer unbedingt eine Videokamera mit, wenn ihr die Verwandschaft zur Erntezeit im Schrebergarten besucht.

Resistance is futile! Eine Warnung.

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„Oh du Voltaire, da du hangest. “

Die jüngsten, sehr speziellen Verlautbarungen des „Aninstitutes für Austellungstheorie und -praxis an der HfbK Dresden“, die es vor allem in seinem Njusletter verbreitet, brachten mich auf den Gedanken, euch, liebe Ratsuchende, auf etwas Wichtiges im Hinblick auf eure zukünftige Ausstellungstätigkeit hinzuweisen:

Die Meinungsfreiheit gilt einen Dreck bei der Mehrheit der deutschen Intelligenzija. Niemand will heute eine abweichende Meinung aushalten müssen. Scheinbar ist das viel zu anstrengend. Ob das an normaler Gehirnwäsche liegt, ob die Body Snatcher wieder auf dem Planeten Erde weilen oder ob wir auf dem Weg sind, eine Borg-Kolonie zu werden, habe ich noch nicht herausbekommen.

Das müsst Ihr in eurer Kunst lassen, wenn ihr heutzutage ausstellen wollt:
° Keine poltischen Aussagen, denen Niedecken, Campino und Co. nicht zustimmen würden!
° Keine Aussagen zu Religionen, die an deren Selbstbild und an dem Bild, das die Intelligenzija von ihnen hat, kratzen!
° Keine Reflexionen über Ausländer, Einwanderer und Durchreisende!
° Keine Provokationen!

Das müsst ihr mit eurer Kunst tun, wenn ihr heute austellen wollt:
° Sucht frühzeitig den Schulterschluss zu den „Anständigen“! Ihr findet sie bei ihren Aufständen.
° Plappert nach, was Parteien- und Staatsführung vorplappern!
° Hört mit dem selbständigen Denken auf! (Zugegeben, für Künstler eine sehr schwere Übung. Sie ist aber zu meistern.)
° Fügt euch den gesellschaftlichen Notwendigkeiten!

Reine „l’art pour l’art“ hilft leider auch nicht weiter, wie wir schon an Emil Nolde und Gerhard Altenbourg vorgeführt bekamen. Demnächst gibt es hier wieder Tipps für genehme Kunstwerke.

Sapere Aude!

Januarkalender 2015

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januarvorbei15
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Liebe Ratsuchende,

Gesundes Neues Jahr!
Es geht auch 2015 weiter mit den Ratschlägen, Tipps und Auswertungen von Praxisbeispielen. Da hat sich einiges angesammelt, welches ich nach und nach abarbeiten werde.

Herzlichst, euer Kurt Ernst!