Vorsicht mit Kunst im öffentlichen Raum!

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Liebe Ratsuchende!

Guerilla-Aktionen mit Kunst im öffentlichen Raum sind schön und gut. Sie sollten aber harmlos daherkommen oder so angelegt sein, daß man nicht auf euch als Urheber kommt. Polizei- und Feuerwehreinsätze und Sperrungen von Bahnhöfen oder Brücken etc.  wird regelmäßig teuer für die Verursacher, so sie denn gefunden werden.
Ich warne aus aktuellem Anlass. Gestern gab es einen Polizeieinsatz am Dresdner Hauptbahnhof wegen dieser Installation mit dem Titel „I’M NOT HERE“:

Wiener Platz Kunst
Sie hat die schwärmerische Frühlingssehnsucht der Romantiker, die gerade in und um Dresden ihre Treffpunkte hatten, ins Hier und Heute übersetzt, nicht ohne auf die Entpersonalisierung der Produktionsverhältnisse in heutiger Zeit hinzuweisen, wie es schon die Romantiker taten. Außerdem ist das Werk eine Auseinandersetzung mit den Grundlagen der heteronormativen Gesellschaft, die dringend des Aufbrechens durch Gender Mainstreaming bedarf, um Männer in die sozialen Pflichten einer Haushaltung einzubinden. Es ist eine einzige Anklage gegen abwesende Väter, die nach der Hit-and-Run-Methode Frauen schwängern und sich dann aller Verantwortung entziehen. Diese Intervention im öffentlichen Raum thematisiert die gerade in Dresden kontrovers diskutierte Refugee-Problematik und weist darauf hin, das wir alle Flüchtlinge sind, fast überall.

Weitere Interpretationen dürft ihr gern im Kommentarbereich hinterlassen.

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Sommerpause

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Liebe Ratsuchende!

Ich borge euch dieses Bildschirmhintergrundbild, solange ich hier pausiere.

Sommerpause vorbei

Bis dann!

Kunstausstellungskunst selbstgemacht – Ratschlag 62

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Frühling! Zeit zum Spazierengehen! Aber bitte immer im Dienste der Kunst:

Sammel Zigarettenkippen. Kleb daraus ein Bild.

Wichtig: Die Kippen müssen mit der Seite, die man in den Mund steckt, aufgeklebt werben. Dadurch stellst du sicher, daß die verbrannte Seite nach vorn zeigt. Das gibt dir die Möglichkeit, verschiedene Helligkeitswerte zu haben. Diese brauchst du, um ein Bild mit ausreichendem Kontrast herzustellen. Hast du viele Zigarrenstummel, kannst du das populäre Foto von Che nachbauen. Ansonsten bietet sich ein Porträt von Helmut Schmidt an.

Selbstredend soll das Bild ein Großformat sein. Falls du keine Mitarbeiter von Raucherkneipen kennst, wirst du eine Weile zu sammeln haben. Wenn du dann also im Herbst mit dem Bild fertig bist, folgst du einfach Schritt 1 bis 5 oder schaust einfach nochmal in diesen Blog.

Das war doch einfach, oder?

Dieses Blog wirkt 1

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Notiz vom 4.7.2015:

Der Link im Originalartikel ging zu einer PDF-Datei auf der Webseite des cynal e.V.. Leider haben sich meine Hoffnungen auf einen klassischen Kunstblog aus Dresden auch hier nicht erfüllt. Zum 1.7.15 wurden die Maschinen abgestellt. Ruhe in Frieden, cynal.de!

Aber die Anleitung gibt es noch immer. Sie steht nach wie vor auf der Hohmpädsch des Künstlers, lesefreundlich in html und mit Originalfotos. Danke, Professor Bosslet!

 

Originalpostung:

Andere haben sich entschieden, ebenfalls eine Kunstanleitung zu veröffentlichen. Weiter so! „Hier klicken! Bitte ganz nach unten scrollen“
Wäre ich jetzt Teil der dresdner Kunstszene, müßte ich mich über die Trittbrettfahrerei des verbeamteten Kunstlehrers ärgern. Aber zum Glück bin ich das nicht. Ich begrüße ausdrücklich weitere Anleitungen für Euch, meine lieben Ratsuchenden. Außerdem bin ich ein bischen neidisch. Einkaufswagen in der Frühe auf dem noch leeren Supermarktpark– platz zum Kreis zusammenzuschließen ist definitiv ein Kunstprojekt, das diesem Blog würdig ist.
Man könnte noch vier rote Stumpenkerzen drauf verteilen. Aber nur, damit man so einen Einkaufswagenkreis nicht als Witz angetrunkerner Gymnasiasten auf dem Nachhauseweg verkennt.

Zum Aninstitut der Dresdner Kunsthochschule, genannt „Kunsthaus Dresden“ komme ich vielleicht später mal.

Kunstausstellung selbstgemacht: Teil 39

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Du kannst deine eigene Ausstellung zeitgenössischer Kunst haben.
Hier eine weitere Anleitung:

1. Nimm eine schimmlige Bude
2. Mach sie zum Ausstellungsraum
3. Bastel aus vier Schnüren und zweiundzwanzig Rollen Paketband ein Zelt. Wenn du dich fit genug fühlst, dann machst du die Klebeseite des Bandes nach außen. Und wenn du in der Oberliga mitspielen willst, dann baust du das Zelt mit der Klebeseite nach außen im Hochsommer in der Nähe eines Flusses und legst irgendwas Insektenanziehendes in das Innere des Zeltes. Das ist zwar derselbe Trick wie bei Anleitung 10. Aber keine Sorge, niemand wird dich eines Selbstplagiats bezichtigen, denn das Publikum hat «Fado» schon lange vergessen.
4. Nenn das ganze «angenehme Erinnerung»
5. Mach eine Eröffnungsparty!

Das war doch einfach, oder?