Bildschirmkalender für August 2016

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»Eure Armut kotzt mich an« meint der Künstler natürlich voll ironisch und post-irgendwie und post-irgendwas.

august 16

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Bildschirmkalender für Juli 2016

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„Glotzt nicht so romantisch!“ (rief Brecht)

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Ostrale 2015 – kuratierte Kunstmesse

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Liebe Ratsuchende,

Kurz vor Eröffnung der Ostrale 2016 am 1. Juli möchte ich noch die schon lange versprochene Rezension der Ostrale 2015 abliefern. Aus verschiedenen Gründen ist es nur eine Kurzrezension. Ich bitte um Nachsicht.

Diese Ostrale war eine erwachsene Ausstellung. Totalausfälle waren nicht zu verzeichnen. Sperrmüllsien, die sich unter dem Deckmantel des erweiterten Skulpturenbegriffs als Kunstwerke tarnten, waren diesmal ebenso abwesend wie unausgegorene Ideen, die auch noch handwerklich schlecht umgesetzt wurden. Kein Vergleich mit Ostralen früherer Jahre.

Ich hatte in meinem Vorbericht noch bedauert, dass in der Ankündigung die üblichen Übertreibungen fehlten. Das war eine Fehleinschätzung. Ich hatte an der falschen Stelle gesucht. Die Publikumsveräppelung bestand diesmal in der Ankündigung, als Sprungbrett für junge, nicht etablierte Künstler wirken zu wollen. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, alle teilnehmenden Künstler auf Jugend und Etabliertheit abzuklopfen, aber die, die ich schon kannte, waren weder jung noch nichtetabliert. Das mit dem Sprungbrett mag zutreffen. Zum ersten Mal sind mir viele rote Punkte aufgefallen. Ihr kennt ja diese „Verkauft“-Punkte, wie sie in Galerien an das Schildchen geklebt werden. Nun also auch bei der Ostrale. Warum nicht. Die Jury bestand aus fünf Personen, von denen drei Galeristen waren. Vielleicht lag es ja an ihnen, dass die Ostrale so einen aufgeräumten Eindruck machte. Sie war richtiggehend zugänglich. Eine Jury-Mitgliederin war die Dresdner Galeristin Nütt. Prompt wehte ein leichter Geruch von »Dresdner Kunstszene®« durch einen Ausstellungsraum. Auch war die selbsternannte »Dresdner Kreativwirtschaft®« angetreten, um der Ostrale unter die Arme zu greifen. Es gab zwei Ausgaben eines Kundenmagazins. Diese kostenlose Hochglanzzeitschrift a lá „Dein Bahnhof mobil“ war nett und fluffig, aber leider ohne Nährwert. Das Austellungsverzeichnis war völlig unbrauchbar.

rote punkte

Rote Punkte meint erfolgreiche Künstler dank rühriger Galleristen

Den Vergleich zwischen Ostrale und Kunsthaus bezüglich der Ausstellung von afrikanischer Kunst entschied die Ostrale für sich. Es wurde eine breite Auswahl von afrikanischen Künstlern gezeigt, die meinen Horizont erweiterten.

Dr. Bomboka

Afrikanische Zauberer haben Mobiltelefone fürs Geschäft

 

Zu Recht ausgezeichnet wurde ein 3D-Bild-Projektor-Dings eines polnischen Künstlers, welches Bilder aus Rauch fabrizierte. Ich hätte gern mehr dazu gewusst, aber das Teil war permanent dicht umlagert. Eine faszinierende Sache. Mir gefielen die Arbeiten polnischer Künstler generell gut.

Politische Kunst war auch wieder dabei.Die Werke eines geflüchteten Nordkoreaners waren drastisch direkt. Die einzige Reminiszenz an die Qualität früherer Ostralen war das Werk eines Modelleisenbahners. Es war ein dezidiert politisches Werk. Aber in seiner Reflexionsuntiefe und seinen tagespolitischen Bezügen war es schon im Juli 2015 überholt.

Diese Ostrale war nach meinem Geschmack. Ich habe mich sehr wohl gefühlt mit den ausgestellten Kunstwerken. Ich denke, das lag an der Qualität und nicht an einer eventuell beginnenden Altersmilde meinerseits. Ich werde früher oder später noch einige Ratschläge in separaten Beiträgen geben. Kommenden Freitag öffnet schon die Ostrale 2016. Es gibt viel zu tun. Auf denn!

PS: Hier noch drei lustige Bilder:

fliegendes Nashorn

lustiges Leuchtdia 1

fliegender Löwe

lustiges Leuchtdia 3

fliegende Giraffe

lustiges Leuchtdia 2

Bildschirmhintergrundbild für Februar 2016 mit Kalendarium

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Die Schreibblockade

in der Schreibtischlade

ist genauso nützlich

wie die Zielgerade

in dem Hamsterrade.

cc-by-sa-3.0 Kurt Ernst

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Bildschirmhintergrundbild mit Kalendarium für Januar 2016

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Liebe Ratsuchende,

Ein Gesundes und Erfolgreiches Neues Jahr euch allen!

Der Jahresendverkauf in der Galerie Schürhaken hatte mich mehr als erwartet in Anspruch genommen. Deswegen war es hier im Blog so still. Aber jetzt kann ich wieder meine Ratschläge unters Volk bringen. Die Rezension zur Ostrale 2015 steht ebenfalls noch aus. Für die Ostrale 2016 hat dieser Tage die Bewerbungsphase begonnen. Also bewerbt euch auf der ostrale-Hohmpädsch. Ich drück euch die Daumen. Zur Einstimmung ein Foto von da dort.

Januar 2016 vorbei

Bild: cc-by-sa-3.0 Kurt Ernst

August 2015 – Bildschirmtapete mit Monatskalender

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Hier wieder ein Hintergrundbild. Diesmal für August 2015. Wie es der Zufall so will, mit einem aktuellen Foto eines aktuell im Außenbereich auf der aktuellen Ostrale ausgestellten Kunstwerks. Das erschien mir angebracht. Ist doch der gesamte August Ostrale-Monat.

August vorbei!
August vorbei 2015
Was für ein schöner Sommer dieser war.

Praxisbeispiele Ostrale 2014 C) reine Kunstausstellungskunst

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ostraleerprobt2

Der dritte und letzte Teil der Praxistipps der vorjährigen Ostrale. Ich bin schon gespannt, welche Tipps bei der diesjährigen herausspringen.

C7) Eine rote, wandgroße Fläche ähnlich wie in A4 beschrieben. Darauf sind in Reih und Glied weiße Gipsteile angeordnet. Erst auf den zweiten Blick erkennt man die ausgegossenen Verpackungen von geschnitten Käse und Wurst. Ja, genau diese Schalen, die ihr in eurem Kühlschrank habt. Diese gipsernen Verpackungsinnenvolumen wurden nun angeordnet, ohne das eine innere Ordnung erkennbar gewesen wäre. Nicht mal bei Leuten, die ihre Kühlschranktür mit Bananenstickern vollkleben, dürfte diese Art Küchendekoration auf Gegenliebe stoßen. Und als Kunstwerk ist es selbst für Ostraleverhältnisse ein künstlerischer Tiefpunkt, auch wenn es ironisch gemeint gewesen wäre.

Ratschlag: Finger weg ohne stringente Grundidee! Mit Idee gehen auch ausgegossene Jogurt-Becher oder Kaffekapseln.

 

C8) »Ich habe hier irgendwoher 30 messingne Vorhängeschlösser. Könnte man da etwas draus machen? Mal sehen! Vielleicht einen Kreis? Hmm. Da lass ich am besten den Bügel des ersten Schlosses im Loch des zweiten Schloss einrasten. Das könnte klappen. Nun weiter, bis der Bügel des letzten Schlosses im ersten Schloss einrastet und der Kreis geschlossen ist. Geschafft! Wie nenne ich das am besten? Grübel,grübel! Ja, ich nenne es „Geschlossene Gesellschaft“! Das war doch einfach oder? Aber irgendwie sind die Schlösser zu klein. Da wird meine genialische Idee viel zu leicht übersehen. Ich hab’s! Ich bau die Schlösser nach. Richtig groß und unübersehbar.«

Ratschlag: Heutzutage, wo auch zum Kreis zusammengeschlossene Einkaufswagen als Kunst durchgehen, kann man solche Albernheiten offensichtlich gut bei Kuratoren unterbringen. Bevorratet euch mit solchen Werken wie Löffelstielfächer, LAN-Kabel-Netz, Fahrradschlosskette, Schuhkreis u.ä.

 

C9) Die vier Jahreszeiten waren und sind ein beliebtes Thema unter Künstlern. Bastel dir vier Videos aus Einzelbildern zusammen. Dazu nimmst du einen Selfistick. Halte ihn, natürlich mit Kamera, in Hüfthöhe und mach eine Fotoserie von dir, während du dich einmal um die eigene Achse drehst. Das sieht dann ungefähr wie ein Vine-Video aus, nur länger. Jetzt machst du das einmal im Sommer am Strand, im Herbst im Wald, im Frühjahr auf einer Wiese und im Winter im Schnee. Dann fehlen nur noch vier Monitore, die die vier Videosequenzen gleichzeitig abspielen und Kuratoren, die dir das abnehmen.

Ratschlag: Nach wie vor gilt, Videos unter 3 min gehen immer

 

C10) Ein Dreiminutenvideo namens „Bestätigung“. Der Titel ist in IAE übersetzt. Ein Mann im Anzug bekommt von Leuten außerhalb des Bildes auf die Schulter geklopft und den Kopf getätschelt. Man sieht also nur die Arme und Hände. Der Clou an der Sache ist, daß dieses Video so nicht existiert, sondern nur drei Fotos.

Ratschlag: Drei-Minuten-Videos gehen immer. Wenn ihr irgendwelche Probleme mit dem Video habt, extrahiert einfach einige Videostills der Schlüsselszenen.

 

 

 

kannweg

Treten Sie näher, meine Damen und Herren! Zehn Schuß – 5 Euro! Für acht abgeschossene Ziele gibt es den großen Altweltaffen in Plüsch als Preis!

Praxisbeispiele C1 – C6 hier

Praxisbeispiele Ostrale 2014 B) Politische Kunstausstellungskunst

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Hier bekommt ihr den zweiten Teil der Praxistipps der Ostrale 2014 nachgereicht. Die halbe Ostrale war voll mit dezidiert politischer Kunst. Es gibt trotzdem nur einen Ratschlag. Auf einige Werke ging ich schon in der Rezension der Ausstellung ein. Andere lasse ich unerwähnt, weil ich es für nicht hilfreich halte, wieder schlechte Videos oder Infografiken, die für Kunst ausgegeben werden oder Arbeiten, die mangels Substanz bestenfalls Bühnenbilder sind, hier anzuführen. Das bringt euch ja nicht weiter. Und für die akustischen Kunstwerke hatte ich am Ende vom Tag schlicht keine Zeit zur Sichtung.

B4) 2014 kündigte sich die heutige Welle der Asylbewerber schon an. Um sich solidarisch mit diesen Menschen zu zeigen, fotografierte eine Künstlerin Leute, während diese von einem Stuhl sprangen. Ein Foto in der sich diese Leute quasi im freien Fall befinden war ihre Vorstellung davon, wie man ein heimat- oder bodenloses Gefühl visualisieren könnte. Da ihr schwante, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss ist, übertrug sie diese Fotos 1:1 in Ölgemälde. Ausstellungsbesucher waren ausdrücklich aufgefordert, sich solidarisch fotografieren zu lassen.

An der Wand hing ein fertiges und ein halbfertiges Ölbild, sowie mehrere Fotografien von Besuchern der Eröffnungsfeier „im freien Fall“. In der Projektbeschreibung versprach die Künstlerin, vor Ort die Ölbilder zu malen und auszustellen. Leider ward sie bald nach der Eröffnung nicht mehr gesehen. Das ergab eine Nachfrage beim Aufsichtspersonal.

Ratschlag: Schon 2014 war vom Stuhl springen als Metapher für Flüchtlingsbefindlichkeiten seltsam naiv. Das Angebot, jeden der will, während der Ausstellungsdauer zu fotografieren und dieses Bild in Öl zu übertragen, ist ziemlich naiv. Wollt ihr so ein Projekt machen, muss euch klar sein, dass es auf einen 9to5-Job hinausläuft. Auch sollte die Finanzierung sowie Kost und Logis vorher geklärt sein. Ich rate zur Beschränkung. Entweder ihr macht nur Fotos von Stuhlspringern oder ein Foto und ein Ölbild.

 

Original Fotos eines Ostrale-Ölgemäldes, nicht von obiger Künstlerin. Religiöse oder politische Kunst? Egal, mir gefällt es!

gottlenkt

Ratschläge B1 – B4

Praxisbeispiele Ostrale 2014 – A) Raumaustattung/Inneneinrichtung

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Liebe Ratsuchende,

Mir ist dieser Tage aufgefallen, dass ich euch die versprochenen Praxisbeispiele der Ostrale 2014 noch schuldig geblieben bin. Ich hole dies hiermit nach und beginne wieder mit Ideen für den Wohnraum:

A4) Eine Wand in weinrot, darauf ein weißer Engelsflügel aus glasfaserverstärktem Polyester, 1,5 Meter groß. Rings um den Flügel Kalligrafie. Ein Gedicht? Eigene Aphorismen? In jedem Fall unlesbar. Schrift als grafisches Wandelement. Davor ein Beistelltischen mit einer kopfähnlichen Plastik. Sowas kann man zwar auch aus dem gehobenen Einrichtungshaus bekommen, wenn es jedoch selbst produziert ist, ist es doch irgendwie befriedigender. Man macht bella figura und kann es Kunst nennen.

Ratschlag: Die passenden Duftkerzen nicht vergessen!

 

A5) Ein hüfthoher Stapel Tageszeitungen, aus denen Pilze wachsen, sind ein schöner Verweis auf den DIY-Gedanken der Kunst. Solche Pilzzuchtsets für Seitlinge wurden vorallem in den 1990ern vom Gartenversandhandel angeboten. In jener prä-Internetzeit gab sogar Anleitungen auf Papier, wie man aus Pilzzucht einen Lebensunterhalt macht.

Ratschlag: Kunstzucht ist derzeit lukrativer als Pilzzucht. Vor allem im Zeitalter holzfreien Papiers. So ein lebendes Kunstwerk ist eine nette Anekdote für den elterlichen Keller. Also dort, wo auch der Rest eurer frühen Kunstproduktion bis zu eurem Durchbruch aufbewahrt wird.

 

A6) Die Türöffnung ist umklebt mit mehreren Reihen A4-Papier. Die Blätter sind alle mit denselben Bildern bedruckt. Abwechselnd in schwarz-weiß und weiß-schwarz.

Ratschlag: Auf das Muster achten! Es muss zu den Gardinen passen.

 

A7) Kreisrunde MDF-Platten von 1,20 Metern Durchmesser sind mit Indigo und Bleu bestrichen. Yves Klein lässt grüßen.

Ratschlag: Versehen mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung gut für Schlafzimmer geeignet.

 

A8) Nimm ein Drahtnetz mit nicht zu feinen Maschen. Schneide Fahrradschläuche in 20 bis 30 cm lange Stücke. Stecke diese Stücke in das Drahtnetz, so dass die Schlauchenden alle zu einer Seite zeigen. Dann hast du nicht nur ein ostraletaugliches Kunstwerk, sondern auch eine schallschluckende Wanddekoration.

Ratschlag: Sehr gut für heutige, sparsam eingerichtete Wohnungen ohne Gardinen geeignet.

 

A9) Ein Gestell stand im Außenbereich, in welches mit Schnüren relativ frei schwingend unterschiedliche Bleche und andere flache Gegenstände eingespannt hatte. Davor war ein Gartenschlauch mit einem Gardenia-Pistolengriff deponiert. Man nahm den Schlauch und konnte mit dem Wasserstrahl auf den Blechen Töne erzeugen.

Ratschlag: Das ist etwas für Gartenfreunde mit Kindern oder zur Ausgestaltung des Freibads.

 

tuamoretu

Hier könnte deine Duftkerze stehen!

 

Ratschläge A1 bis A3 hier

Vorbericht Ostrale 2015 – Händel Wiss Kehr

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Liebe Ratsuchende,

In einer Woche ist wieder soweit. Am Freitag, den 10.7.2015 öffnet die „drittgrößte jährliche Schau zeitgenössischer Kunst“ in Dresden.

Las man noch im vorigen Jahr auf der Startseite des Ostrale-Internetauftritts einen Einführungstext, der sich in seinem Katastrophenfetischismus mit jedem Heavy-Metal-Album messen konnte, so ist in diesem Jahr etwas zu lesen, was in seinem Minimalismus nur mit der schwächsten Scheibe der Band „Kraftwerk“ vergleichbar ist. Problemlos lassen sich die zwei Sätze hier wiedergeben:

„Maßlosigkeit und Verschwendung, Habgier und Ausbeutung beherrschen unseren Planeten und werden unweigerlich zu einer Zerstörung unserer Welt führen. HÄNDEL WISS KEHR lautet der Aufruf der OSTRALE´015!“

Irgendwie bin ich enttäuscht. Schwächelt die Ostrale-Chefin etwa? Früher war sie doch immer für verbale Kraftmeiereien gut. Jetzt stehen da nur dürre Worte wie aus einem Businessplan. Dass man eine marktunabhängige Plattform wäre und ein Sprungbrett für junge, nichtetablierte Künstler. Schön und gut.  Unbeantwortet bleibt die Frage, ob jung und nichtetabliert gleichzeitig zutreffen muß und was von beidem wichtiger ist, um Ostrale-Künstler werden zu können.

Auf den Unterseiten des Internetauftritts, zu den Ausstellungen selber wird es etwas deutlicher, auch wenn hier die Verve verloren gegangen ist. Es wird Bezug genommen auf das Sachbuch „Zehn Millionen“ von Stephen Emmott (ein alarmistischer „wir-werden-alle-störben“ Bestseller), auf oben genannte Todsünden und auf Hinscheiden und Vergängnis, welches beides unweigerlich alles und jeden ereilen wird. Das hat für mich einen ziemlich katholischen Zungenschlag. Ob das an dem polnischen Kurator liegt? Einerseits klingt es natürlich spannend. Wenn die Ausstellung auch nur zur Hälfte so depressiv ist wie der Text sich liest, könnte sie interessant sein. Andererseits hat es in der Ostrale-Geschichte noch nie eine direkte Bezugnahme der Werke auf das Ausstellungsmotto gegeben.

Wie schon im letzten Jahr angekündigt, gibt es dieses Jahr einen Schwerpunkt Afrika. Offensichtlich war man bei der Fördergeldakquise dermaßen erfolgreich, daß es gleich für drei Jahre Afrika bis 2017 reichen wird. Auch hier wird Bezug auf ein Sachbuch genommen. Dambisa Moyos „Dead Aid“ (ein antipaternalistisches, für freie Märkte und mehr Eigenverantwortung plädierendes Sachbuch). Davon wird wahrscheinlich nichts in der Ausstellung zu sehen sein, auf die ich schon gespannt bin. Afrikanische Gegenwartskunst ist mir, mit Ausnahme von Flughafenkunst, unbekannt. Ich bin auf den Vergleich gespannt. Denn zeitgleich macht das Kunsthaus Dresden ebenfalls eine Ausstellung mit Afrika. Es sieht so aus, als würden sich in meiner Stadt weiße, privilegierte Europäerinnen einen Wettkampf um die beste postkoloniale afrikanische Kunstausstellung liefern. Ich informiere euch, wer gewinnt. Vielleicht ist es sogar Afrika.

Dann gibt’s noch was mit Kunst am Bau Graffiti. Und es gibt was mit Essen aus Italien. Oder wars Belgien? Der Teil liest sich konfus, ist also ganz die alte Ostrale, wie wir sie kennen. Die Eröffnung kann jeder besuchen, der 7 Euro an der Abendkasse bezahlt. Normal kostet das Tagesticket wieder 14 und das 5 Tagesticket wieder 30 Euro.

 

Ich bleibe dran für Euch!

Ostrale 2014 – Fraktale

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Hangwärts Ostrale 14

Liebe Ratsuchende!

Einen Monat ist jetzt her, daß die Ostrale 2014 ihre Pforten schloss. Konnte man im letzten Jahr noch nicht klar sagen, wie sich die Ostrale nach der Reduzierung auf zwei Gebäude machen wird, wurde es in diesem Jahr deutlich. Der Grundton hat sich geändert. Keine Ausstellungspräsentationen mehr, die mit der Anmutung des Ludolfschen Schrottplatzes daher kamen und genau deshalb genau die gleiche Faszination auf das Publikum ausübten. Durch das geringere Raumangebot pro Präsentation erschien mir alles konzentrierter und fokussierter. In dem Teil mit der herkömmlichen Ostralebespielung fielen mir sogar Ansätze zur Stringenz auf. Fast so, als sollten Werke thematisch gruppiert sein. Ob es an der Neuaufstellung der „Firma“ Ostrale lag oder auch daran, daß der „Verdiente Kurator des Volkes“ Dr. Müller nach vielen Jahren nicht mehr mit von der Partie war? Ich weiß es nicht. Lösen konnte ich aber das Rätsel, was es mit der »drittgrößten jährlich stattfindenden Ausstellung von Gegenwartskunst in Deutschland« auf sich hat. Es fehlen die Kommas. Nach Documenta und BerlinBienale sieht sich die Ostrale als »drittgrößte , jährlich stattfindende , Ausstellung von Gegenwartskunst in Deutschland«.
Die O’14 zerfiel in fünf Unterausausstellungen, die sich deutlich voneinander unterschieden. Aber trotzdem war alles typisch Ostrale. Sie hätte also statt „äraund ju“ genausogut „Fraktale“ heißen können. Neben dem Ausstellungsteil der klassischen Ostrale gab es noch 4 andere Präsentationen, die allerdings nicht alle vom Ostrale-Tiem kuratiert wurden.

1) Herkömmliche Ostrale mit einigen Empfehlungen für Euch.
2) Die Ausstellung der Weightless Artists Association „Spartnic“ fand ich klasse. Weltraumthemen mag ich. Und die Ausstellungspräsentation war schick. Wenn man, wie ich, den Raum betrat, nachdem sich minutenlang keiner darin aufgehalten hatte, dann betrat man durch einen Vorhang einen total dunklen Raum mit schwarzen Wänden. Und erst beim zweiten Schritt reagiert die Beleuchtung. Aber es reagiert auch nur eine bestimmte Beleuchtung, je nachdem welchen Bewegungsmelder man mit dem ersten Schritt gerade aktiviert. So blieben Teile der Ausstellung immer im Dunkeln liegen. Die Qualität der Kunstwerke war weniger durchwachsen, als es die Ostrale an sich vermuten ließ. Den Teppich sollte es im Laden geben!
grauerteppsch

3) 25 Jahre friedliche Revolution – wichtiges Thema. Ohne sie gäbe es die Ostrale nicht. Trotzdem war die Präsentation nicht dolle. Es wurden Werke ausgestellt, deren Schöpfer mit Verve über Konsumterror und uns Dummköpfe, die wir dies nicht durchschauen, herziehen. Hätte nur noch gefehlt, dass sie offen über den Bedeutungsverlust des Künstlers an sich in der BRD lamentieren. Oh! Moment! Sie haben darüber lamentiert. Da verwechseln immer noch einige die Aufmerksamkeit des Zensors mit künstlerischer Relevanz.
Es mag an der Kooperation mit dem Künstlerbund Dresden e.V. liegen. Wie wir wissen, fördert der Freistaat Sachsen das Jubiläum „25 Jahre Friedliche Revolution“ mit Steuergeld. Die Förderung bekommen hauptsächlich Vereine. Der Vorsitzende des Künstlerbund Dresden e.V. ist Prof. Schieferdecker. Der vertritt mit Freuden obige Positionen und ist zufällig auch mit mehreren diesbezüglichen Assemblagen aus den 1990ern prominent vertreten.

Die Performänz-Videos vom Trio Petrovsky, Dorschner und Voigt sind irgendwie immer sehenswert, nur fragt man sich, was die halb verrotteten Reste einer Ausstellung mit einer Prämisse, die schon damals pubertär, dünn und lächerlich war und erst in den Nuller-Jahren durch die Republik tingelte, mit „25 Jahren Friedliche Revolution“ zu tun haben.
Auch fragt man sich, in wieweit Fotos von Graffitisprüchen von 1990 bis heute auf der O’14 richtig sind Sind diese Fotos, wenn schon nicht die Graffitis, überhaupt Kunst? Aber das ist eben die Ostrale.

Um den Förderrichtlinien genüge zu tun, wird einen Raum weiter an eine subversive Kunstaktion anno 1988 erinnert, die sogar durch die Deutsche Volkspolizei beobachtet wurde. Hört! Hört! Den vier Hanseln ist nichts passiert, da die VoPos davon ausgingen, die Abschlußaktion der gerade zu Ende gehenden Kunstmesse des DDR-Künstlerbundes zu sehen. So kam es jedenfalls seinerzeit mir zu Ohren. Egal, die Aktion bietet heute den Anlass, theatralisch mit blutroter Hillumination (ja, die Ostrale-Chefin projiziert selbst) und künstlerisch verfremdetem Stasi-Video von den Hauptbahnhofprotesten irgenwas zu beschwören. Schwamm drüber, daß die Protestierenden nicht extra für gegängelte Künstler auf die Straße gegangen waren. Hauptsache irgenwas mit friedlicher Revolution und Kunst.

Einen ganzen eigenen Raum gibt es für das Mnemosyne-Projekt. Die ausgestellten Werke sind voll ostraletauglich. 500 gelbe Badewannenenten in Fünferreihen zur Parade antreten lassen, und der halbe Raum ist schon mal belegt. Immerhin sind es DDR- Badewannenenten. Ein überdimensionierter Stöpsel soll ein rundes Sitzmöbel sein auf das sich niemand setzt, weil alle es für ein Kunstwerk halten. Und die Gummischlauchwolke, aus der es in eine Schale regnet, ist immer wieder lustig, wenn sie irgendwo gezeigt wird.

4. Die Länderpräsentation „Tschechische Republik“ brachte eine tschechische Wanderausstellung nach Dresden, die sich „Borderlinesyndrom“ nennt. Hier wurde sie etwas zerpflückt präsentiert. Auch wurde schamhaft der Bezug zu den Sudeten verschwiegen. Sie gefiel mir ausgesprochen gut. Spontan rief ich aus: „Jaroslav, ich möchte ein Bild von Dir!“.

5. „Preiwett Neschionelism“ war ein durchwachsenes Sammelsurium von mehr oder weniger osteuropäischen Künstlern und ihren künstlerischen Auseinandersetzungen mit den Identitätsproblemen ihrer Länder und deren Bewohnern. Holland war auch vertreten. Deutschland fehlt. (Aber wir haben so was ja auch nicht nötig. Deutsche Künstler arbeiten sich am Fremden ab, nicht am Eigenen.) Vorallem die Videos waren sehr oft rein beschreibend und manches war mir mangels tieferer Länderkenntnisse unverständlich. Ich komme noch darauf zurück, wenn ich euch einzelne Werke vorstelle, liebe Ratsuchende.

Interessant war, daß akustischen Kunstwerken auf der O’14 viel Raum eingeräumt wurde. Da hat eine Fünftageskarte schon Sinn. Nur leider hat das einem keiner vorher gesagt.

Was in der Austellung an Stringenz zugenommen hat, hat in den kostenlosen Begleitheften abgenommen. An der Kasse bekam man zwar einen kostenlosen Lageplan. Aber erst in einem anderen Heft waren die Künstler mit ihren Hängungen abgedruckt. Dann aber auch nicht mit den Werktiteln, sondern mit Stähtments. Generell war das alles sehr zusammengewürfelt. Zum Glück gibt es einen Katalog. Zweibändig und diesmal mit Fotos aus der Ausstellung. Nicht wie der letztjährige mit seinen stailischen Promobildern. Ein umfangreiches Werk, welches ich in der Ostrale-Kantine nur kurz durchblätterte.
Katalog 1 HEU
Katalog 2 FUTTER
Nein, gelesen habe ich die Kataloge noch nicht. Ich möchte mein Urteil weitgehend unbeeinflusst abgeben.

Für meinen Geschmack war es diesmal viel zuviel DresdnerKunstszene®. Mit den Länderthemen darf es gerne weitergehen. Das wird es wahrscheinlich auch. Im Abschlußinterview sprach die Ostrale-Chefin davon, daß es nächstes Jahr Sachen aus Afrika zu sehen geben soll.
Afrika? War da nicht was? Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden machen schon was mit Afrika. Das Aninstitut für Ausstellungstheorie und -praxis macht ebenfalls was mit Afrika. Jetzt auch noch die Ostrale. Wieso das? Aha, ein Förderprogramm der Kulturstiftung des Bundes macht es möglich.

Die Kunstinstitutionen folgen dem Geld. Soll man jetzt auf den Konsumterror schimpfen, der uns Kunstkonsumenten in Dresden bis weit ins nächste Jahr mit afrikanischer Kunst terrorisiert? Prof. Schieferdecker, übernehmen Sie!

erwSkulp
Dürfen in keiner Überblicksaustellung zeitgenössischer Kunst fehlen – Sperrmüllsien, als erweiterte Skulpturen getarnt.

Sommergeplauder: Das Kunsthaus Dresden

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Gestern macht ich es mir auf der Kautsch gemütlich und genoss eine eiskalte Fruchtlimonade. Währenddessen schaute ich die abendlichen Lokalnachrichten des MDR. Und was soll ich sagen, es lief ein Beitrag über die Ostrale 14. Mit guten Ratschlägen und Kritik dabei – Frau Elly Brose-Eiermann. Ja, die heißt wirklich so, wie in einem Bibi-Blocksberg-Heft die Honoratiorinnen heißen. Frau B-E betrieb in der Stadt mal eine Galerie, die sie jedoch auf Eis gelegt hat. Sie macht aber immer noch „was mit Kultur und Kunst“. Unter anderem ist sie im Freundeskreis des Kunsthauses Dresden und kuratiert dort gelegentlich einen Raum mit Kunstwerken der Sammler des Freundeskreises, passend zur jeweiligen Ausstellung .
Was Zeitgenössisches betrifft, macht die Ostrale dem Kunsthaus ernstlich Konkurrenz, überlegte ich mir gestern auf dem Sofa. Und dann fiel mir ein, daß ich ja mal meine bisherige Feldforschung zum Kunsthaus hier zum Besten geben kann. Ich hatte es ja oft genug angekündigt.

Das »An-Institut für Ausstellungstheorie und –praxis«, auch »Kunsthaus Dresden« genannt arbeitet seit September 2013 wieder.
Die erste Ausstellung hieß „Lines/Linien“. Nachdem sich vor der einjährigen renovierungsbedingten Schließzeit zuletzt die Nachwuchskuratoren austoben konnten, galt diesmal: Hier kuratiert die Chef_In selbst. Allerdings lies sie sich beim Begleitprogramm von einer jungen Kuratorenhoffnung helfen. Ganz wie es dem Geist des An–Instituts entspricht. Die Chefin heißt nicht Brose-Eiermann, sondern Menicke-Schwarz, Christiane
Offizieller Leitspruch war. „Lines/Linien:widmet diese Ausstellung der aktuellen Wirkungsmacht des Mediums Zeichnung und den Übergangszonen zwischen gezeichneter Linie und realer räumlicher Umgebung, künstlerischer Geste und sozialem Handlungsraum“
Ja, einige klassische Zeichnungen waren auch zu sehen. Ansonsten gab es neben Fotos und Bildergeschichten noch Videos, Performänzes und Videos von Performänzesen, die sich irgendwie mit Linien beschäftigten.
Ganz witzig war Irene Pätzungs Maschine zur Verfertigung von Apparatezeichnungen. Auch wenn diese von vornherein keine einzige Linie erzeugt hat, da sie mit einer Strichstärke von 15 Zentimetern und kreisförmigen Bewegungen in kleinstem Radius arbeitete. Egal. Das hat die Künstlerin mit ihrer Performänz am Elbufer wieder wettgemacht, als sie eine Linie durch die Landschaft zog. Die Linie war unsichtbar und das „Zeichengerät“ war eine große rote Kugel. (siehe Foto von der Eröffnung)
khdd lines 2013
Auf diesem Niveau war die gesamte Ausstellung. Es gab Line-Dance zum Mitmachen. Es gibt bis heute ein SOS, im Morse-Alfabet dargestellt, als drei Zeilen Jeff-Koons-artiger Metallbeulen an der Außenwand des Kunsthauses zu bewundern. Es gab eine Fußbodenausgestaltung, die einen glauben machen sollte, man befände sich auf einem Amerikähn-Fuhtboll-Feld. Diese Yard-Linien – ihr wisst schon.
Es gab ein großformatiges Foto eines Afrikaners mit seinem Fahrrad. Das hing deshalb da, weil der Fotograf des Bildes in einem Atlas mit einem Lineal eine Linie durch Afrika gezogen hatte und dann diese Linie im echten Afrika abgeradelt ist. Das weiß ich aber nur, weil die Serie, zu der dies Foto gehörte, schon auf der Ostrale 13 zu betrachten war und dort erklärt wurde. Der Ostrale–Star Jakob Flohe war übrigens auch wieder mit von der Partie.
Es gab eine Landkarte, in die als Linie der Stadtrundgang des Künstlers eingezeichnet war. Die Ursprungsintention war zwar eine ganz andere, aber egal. Linie ist Linie und Lain ist Lain. Oder ist Lein Lein? Ich glaube, irgendwas mit Wäscheleine war auch zu sehen.
In einem Satz: Es war schrecklich.
Aber zum Glück wissen wir ja, daß das Kunsthaus Dresden eigentlich das »Aninstitut für Ausstellungstheorie und –praxis an der HfBK Dresden« ist. Deshalb war das auch keine Ausstellung im üblichen Sinne, sondern eine Versuchsanordnung. So müssen wir uns nicht grämen, wenn der formulierte Anspruch nicht eingehalten wurde. Wenn die gezeigten Werke meilenweit vom Ausstellungsthema entfernt waren und nur dank Querdenken um drei Ecken in den Kontext passten. Wenn gefilmte Witze aufgeplustert wurden, bis sie wie richtige Kunst aussahen und wenn Kunst über das Anekdotische nicht hinauskam. Das diente alles der Wissenschaft!

Am 2.12.13 ging die nächste Versuchsanordnung in Betrieb. Mithilfe dieser wurden dann unglaubliche 5 Monate lang Daten gesammelt. Bis zum 5. Mai 2014 gab es „Vot ken you mach ?“ Kunst, Filme, Konzerte, Lesungen, Gespräche, Comics zu jüdischen Identitäten in Europa heute
Identität als Thema ist für mich interessant. Deshalb war ich gespannt auf die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema. Das Kunsthaus Dreden spielte aber von vornherein auf Sicher und wählte als Thema »jüdische Identität + Europa + heute«
Erst war ich skeptisch. Aber was soll ich sagen? Es war eine hervorragende Ausstellung. Ich war mehrmals da, um die ganzen Videoarbeiten ausgiebig anzuschauen. Ob die Qualität an der Zusammenarbeit mit ausländischen Kuratoren lag oder daran, daß diese Austellung noch durch Europa wandert, wer weiß? Ich hoffe, daß es kein statistischer Ausreißer war.

Die dritte Versuchsanordnung des „An-Institut für Ausstellungstheorie und –praxis“ ist noch bis diesen Sonntag ein reines Schülerprojekt. So ist das, wenn man keine Ausstellungen macht, sondern Versuchanordnungen.

Das Forschungs-Programm bis weit ins nächste Jahr ist veröffentlicht. Ein paar auf den ersten Blick abseitige Themen stehen an. Warten wir es ab. Ich bleibe drann.

Klick hier für den Webauftritt des «An-Instituts für Austellungstheorie und -praxis»

Schönen August noch!

Ostrale 2014 – Schatten werden vorausgeworfen

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Die diesjährige Ostrale wirft ihre Schatten vorraus. Am 18. 7. wird sie eröffnet. Auf Fähsbukk könnt ihr erste Fotos mit bereits aufgestellten Werken in den Räumen sehen. Es sieht sehr vielversprechend aus, liebe Ratsuchende!
Ich werde einen ausgiebigen Rundgang unternehmen und euch anhand der erlebten Praxisbeispiele hier wieder Ratschläge bereitstellen. Die Eintrittspreise sind saftig. Ein Tagesticket 14,- € und ein 5-Tages-Ticket 30,- €. Nur wer, bitteschön, will wirklich an 5 Tagen diese Austellung besuchen? Selbst wenn sich die O’14 seit letzter Woche „eine der größten internationalen Panoramaausstellungen für zeitgenössische Künste in Europa“ und „drittgrößte jährlich stattfindende Exposition von Gegenwartskunst in Deutschland“ nennt. 5 Tage? Ich denke nicht.

Das Motto ist diesmal: Äraund juh. Denn „die Ostrale’O14 ist offen für die Welt äraund ju“. Wiedermal sollen Sichtweisen geändert und das Bewusstsein für das aktuelle Geschehen um uns herum (also äraund ass) geschärft werden. Dazu noch Buzzworte wie Japan und verstrahlter Abfall, Geheimdienste und arabischer Raum, Smartphone und Revolution usw usf. Das klingt alles, als wären die Friedrich-Ebert- und die Heinrich-Böll-Stiftung heimliche Hauptsponsoren. Da bin ich gespannt, ob dieses Jahr die politische Kunst der O’13 getoppt werden kann. Um starke Sprüche war das Management jedenfalls noch nie verlegen.

Daß die diesjährigen Plakate und Fleier von Hadrian Durst entworfen wurden, ist nur ein Gerücht. Seine Galerie, die Galerie Schürhaken, erklärt dazu auf Anfrage: „Hadrian Durst hat nichts mit der Organisation der Ostrale zu tun. Außerdem malt er, wenn er sie malt, weiße Quadrate auf bunte Punkte und nicht umgekehrt. Hadrian Durst ist kein junger Künstler mehr. Hadrian Durst ist etabliert und würde deshalb nicht zu dieser Austellung zugelassen. Wir wünschen der Ostrale alles Gute.“

Zum heutigen Abschluß noch zwei meisterhafte Passagen aus der Selbstdarstellung der Ostrale O’14.
Europa als Körper einer scheinbar universellen Idee zeigt Risse.
Dabei setzt die OSTRALE gezielt auf künstlerische Positionen, die hier wie anderenorts Fragen aufwerfen, die bewegen, irritieren und verbinden. Im Erkennen unterschiedlicher Identitäten und Ausdrucksweisen, sowie ihrer gleichberechtigten Beteiligung am Diskurs innerhalb der Zeitgenossenschaft sehen wir wichtige Potentiale eines weltoffenen Europas.

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Praxisbeispiele Ostrale C) reine Kunstausstellungskunst

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C1) Ein Stop-Motion-Video heißt „Achillesferse“. Eine nackte Frau beklebt sich auf der Schauseite ihres Körpers nach und nach von unten bis oben mit Pflaster. Am Ende, wenn es kein Stück blanke Haut mehr zu sehen gibt, knickt sie im Knöchel ein und fällt zu Boden.
Ratschlag: Dieses Video fällt in dieselbe Rubrik wie die Videos „Worthalten“ (eine Nackte hält die Holzbuchstaben W, O, R und T mit ausgestrecktem Armen solange bis die Muskeln versagen) und „Wunder Punkt“ (ein Nackter drückt sich eine brennende Zigarette auf der Haut aus und zeigt danach die Stelle in die Kamera, während er mit dem Finger drauf drückt). Verfilmte Sprichwörter unter 3 Minuten Laufzeit gehen immer.

C2) Ein Video zeigt abwechselnd eine Frau und einen Mann, die davon reden, wie sie von ihren jeweiligen Partnern verlassen wurden. Handwerklich gut gemacht, blieb mir dennoch unklar, was es in der Ausstellung zu suchen hatte. Vielleicht aus Gendergründen? Oder wegen der daneben stehenden, begehbaren, mit beweglichen Labyrinthwänden ausgestatteten Box namens „Beziehungskiste“? Sei´s drum. Ihr könnt das auch!
Ratschlag: Filmt eine Frau, die davon redet, wie sie ihrem Hund verließ und einen Mann, der davon redet, wie er von seiner Katze verlassen wurde. Es kommt dann auf den Kunsterklärzettel an, wie ihr das verkaufst.

C3) Eine ganze Wand ist mit Bildern von Händen dekoriert. Überwiegend Fotos und überwiegend Computerausdrucke. Alles in verschiedensten Formaten und bunt zusammengewürfelt. Ein Zusammenhang wird durch verschiedene schwarze Zwirnsfäden behauptet, die zwischen den Nägeln, die die Ausdrucke an der Wand halten, gespannt wurden.
Ratschlag: Eine Paraphrase zu Gerhardt Richters „Atlas“ zeugt von Mut. Als Kunstwerk solltet ihr so eine Materialsammlung den Kuratoren nur unterjubeln, wenn diese unbedingt noch eine leere Wand füllen müssen.

C4) Sieben durchsichtige, quadratische Tupperdosen hängen in einer Reihe an der Wand. Jede Dose hängt vor einem anders pastellfarbenen Hintergrund. Jede Dose ist identisch gefüllt. Zwischen farbloser Klarsichtfolie befindet sich ein Arm und ein Bein einer Babypuppe als wären sie in Aspik eingelegt. Auf den Titel des Werkes kann die Künstlerin zu Recht stolz sein: „baby food“! Als ich dann noch im Kunsterklärzettel von Nahrungsmittelknappheit und Menschen als Ressource las, da wusste ich, daß hier jemand ist, der den Film „Soylent Green“ gründlich gesehen hat.
Ratschlag: Nehmt alte bekannte Filme und setzt die Hauptidee auf eure eigene Art um. Wie man sieht, klappt es dann mit der austellung .

C5) Eine wahre Fleißarbeit ist die einen Meter hohe Hochhaussiedlung ong miniatür. Die Häuser haben alle transparente Außenwände aus Crackerschalen. Alle Zimmer sind verschieden eingerichtet und aus Wellpappe gemacht. Personen waren keine zu sehen.
Art Brut heißt immer dann Autsaider Art, wenn der Künstler noch nie in der Klinik gesessen hat. Diese lässt grüßen bei dieser manisch-depressiv wirkenden Bastelarbeit aus Umverpackungen. In den 80er Jahren hätte sie unter dem Titel ›Nach der Neutronenbombe‹ bestimmt einen Friedenspreis auf der „Messe der Meister von Morgen“ erhalten.
Ratschlag: Solch eine Arbeit solltet ihr nur in Angriff nehmen, wenn ihr hauptsächlich in Ruhe rumbosseln wollt. Es muss unbedingt von vornherein die Transportfähigkeit beachtet werden. Eurer Künstlerkarriere nutzt es wenig, wenn das Werk nicht mehr durch die Tür passt. Ansonsten seid ihr thematisch frei. Ob durchsichtige Kreuzfahrtschiffe aus Gefrierbeuteln und Flaschenböden oder Landschaftsdioramen berühmter Gemälde aus Haferkekskarton und Zwiebelnetzen. Alles geht.

C6) Ein dunkler Raum mit schwarzen Wänden dient als Aufführungsort einer Videoinstallation. Zwölf Videoprojektoren ringsum im Raum werfen in unterschiedlichen Zeitabständen abstrakte Farbmuster an die Wand. Außerhalb eines Kunstausstellungskontextes solltet ihr auf Konsumenten illegaler Betäubungsmittel hoffen. Leider fehlten diesmal die Liegen.
Ratschlag: Solch eine Diskodeko ist ideal, wenn ihr Beziehungen zur DJ-Szene habt. Da könnt ihr als VJ immer kostenlos mit rein.

Es gab noch mehr zu sehen, aber vieles erreichte nicht mal die Qualität der ebenfalls ausgestellten Vordiplominstallationen einer Klasse von Bühnen– und Kostümbildstudenten der HfBK Dresden. Und vieles war wie manches, was ich hier in diesem, unserem Ratgeberblog schon veröffentlichte.
Für weitere Eindrücke sucht im Internet bitte selbst nach Fotos, auch wenn die einst so beliebten Bilderstrecken in diesem Jahr rar geworden sind.

So, das war das.
Meine Reihe mit Praxisbeispielen wird fortgesetzt. Eine wichtige Ausstellungsörtlichkeit in Dresden hat nach einer Renovierung neu eröffnet. Es handelt sich um das »An-Institut zur Erforschung von Ausstellungstheorie und –praxis an der HfBK Dresden unter Assoziation aller Lehrstühle der TU Dresden, die das Wort „Kunst“ im Namen führen«, gemeinhin kurz »Kunsthaus Dresden« genannt. Es stellen dort im Augenblick auch „Ostrale-Stars“ aus. Aber davon später mehr.

Praxisbeispiele Ostrale B) politische Kunstausstellungskunst

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B1) Ein Video von 85 Minuten Länge wird gleichzeitig auf 5 Monitoren gezeigt. Und zwar kapitelweise zeitversetzt, so daß man theoretisch nach 20 Minuten das ganze Video gesehen hat. Das Video zeigt die Schönheit des Männerbündischen und des Kampfes im Leben zweier strenggläubiger Religioten im Nahen Osten.
Ratschlag: Gut ist die Präsentation dieses langen Videos gelungen. A b e r: Nur die Kamera draufhalten, hinterher was zusammenfrickeln und hoffen, daß das Material einen zufälligen Zuschauer genauso beeindruckt wie euch, funktioniert nicht! Entweder ihr habt einen Plan für einen Dokumentarfilm, dann macht auch einen. Oder ihr versucht es mit den künstlerischen Techniken der Verkürzung und Abstraktion. So etwas Unausgegorenes wie das hier kriegt ihr nur ausgestellt, wenn die Kuratoren ihrerseits ein politisches Stähtment abgeben wollen.

B2) Die Wände eines kurzen fensterlosen Gangs wurden mit jeweils einem großformatigen Fotos der israelischen Grenzmauer beklebt. Diese Bildtapete hätte ich auch unter der Rubrik A)Raumausstattung/Inneneinrichtung einordnen können. Aber das Werk ist ein schönes Beispiel für Nichtkunst, welche nur durch seine Zuschreibung (hier propalästinensisch vs. „israelkritisch“) als Kunst funktioniert.
Da ich allerdings zu jenen gehöre, die weder „Spiegel“ noch „Freitag“ lesen, blieb bei mir der Grusel während des Durchschreitens des Ganges aus. Mal abwarten, ob solche Bilder von der nordkoreanischen Südgrenze auch ausgestellt werden.
Ratschlag: Wollt ihr eine politische Aussage machen, dann verlasst euch nicht darauf, daß die Leute schon wissen, was gemeint ist. Gerade bei politischen Kunstwerken kann das nach hinten losgehen. Mehrdeutigkeiten innerhalb eines engen Korsetts sind OK. Aber Uneindeutigkeit kann euch die Reputation kosten.
Übrigens hat der Künstler hat am letzten Ausstellungstag höchstpersönlich sein Werk decollagiert. Sprich, er hat es selbst wieder von der Wand gekratzt und das als eine Kunstaktion dargestellt. Das ist eine richtig gute Idee!

B3) Es gibt ein Geschicklichkeitsspiel, welches unter dem Namen „Jenga“ bekannt ist. Wenn zwei dieser Jenga-Türme nebeneinander gespielt werden und wenn dabei jeder Spielzug fotografiert wird bis hin zum Zusammenbruch der Türme und wenn dann aus den Fotos ein Stop-Motion-Video gemacht wird und wenn dann dieses Video ausgestellt wird, so daß wir es sehen können, dann sehen wir ein schönes Stück 9/11–Truther–Kunst. Da brauchte es gar nicht mehr die Eindeutigkeiten im Titel und im Kunsterklärzettel, um zu erkennen, worum es geht.
Ratschlag: Eine gute Idee muss, wie hier, gut umgesetzt werden. Gerade in den Bereichen Verschwörungstheorien, Esoterik und Gender wimmelt es von Ideen, derer sich Künstler_Innen annehmen können.

Politische Kunst ist wichtig. Ihr müsst euch, wenn ihr ausgestellt werden wollt, an der politisch korrekten Hauptkonsensmeinung der Ausstellungsmacher ausrichten. Denkt immer daran: Kein Kurator/Galerist wird seine Karriere für politisch falsche Kunst eines Neulings opfern.
Es liegt jetzt der Gedanke nahe, daß ihr euch von der Staatskunst der sozialistischen Bruderländer der DDR inspirieren lasst.

Praxisbeispiele Ostrale A) Raumausstattung/Inneneinrichtung

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Ein Wort zum Katalog der Ostrale ˙O13.
Denkt nicht, daß ihr in diesem Katalog eine Dokumentation der vorgefundenen Ausstellung findet.
Es ein tolles Buch voller Kunsterklärzettel und schicker Fotos. Die Fotos wurden nicht der Ausstellung gemacht. Sie lassen meist nicht erkennen, wie das jeweilige Kunstwerk in seiner Gesamtheit aussieht oder wie es hier dargeboten wurde.
Die Texte solltet ihr euch aufmerksam durchlesen. Sie stammen nicht von der verantwortlichen Werbeagentur, sondern von den Kuratoren. Das heißt, daß das die Sprache ist, die die Leute sprechen, die über eure Karriere mitentscheiden. Außerdem ist auch gleich alles in International Art English (IAE) übersetzt.
„Ein särr lährreiches Buch!“ wie der jüngst dahingeschiedene Literaturpapst sagen würde.

Aber jetzt zu den Praxisbeispielen. Ich habe mir eine Einteilung einfallen lassen, die sich nicht nach dem Medium richtet. Das soll euch etwas die Einordnung erleichtern.

A) Raumausstattung/Inneneinrichtung

A1)Ein Leuchtkasten von ca. 1 x 0,8 m, wobei die Abmessungen nicht wichtig sind, bekommt seine Leuchtfläche mit großen Glasmurmeln ausgefüllt. Es sind überwiegend klare Murmeln. Für Akzente sorgen wenige farbige Murmeln. Über diese Schicht aus Murmeln kommt zur Fixierung eine Glasplatte, gehalten von einem, den gesamten Leuchtkasten umfassenden schwarzen Rahmen.
Mehrere dieser Leuchtkästen geben ein schönes indirektes Licht. Deshalb hat die Künstlerin auch viele gemacht und ausgestellt.
Als Fernsehleuchten machen sich solche Lampen sehr gut. Und wenn man dann noch die Definition im Kunsterklärzettel von Kindheit usw. liest, hat man immer eine Entschuldigung, bis in die Puppen vor der Glotze zu hängen.
Ratschlag: Immer ein paar dieser Diffusorlampen bereithalten, um flexibel auch auf die dunkelsten Stunden einer Galerie reagieren zu können.

A2)Um eine Tür sind auf beiden Seiten der Mauer verschiedenfarbige, 2cm breite Klebebänder aus dem Bastelladen in spannungsreichem Mit– und Gegeneinander an die Wand geklebt. Ohne diese Raumintervention hätte ich womöglich den Durchgang in den nächsten Raum nicht gefunden.
Ratschlag: Ein Satz dieser Dekoklebrollen immer im Werkzeugkasten bereithalten. Wenn es keine Türumrahmung zum Umkleben gibt, kann man auch andere Freiflächen mit Linien dekorieren, ohne in Gefahr zu geraten, den Fußbodenbelag mit Farbe zu verklecksen.

A3)Niedervoltlampen als Seilsystem mit blauen kleinen Leuchten. Die Stränge sind in Wadenhöhe über die gesamte Raumbreite von 10×12 Metern gespannt. Ein schönes mildes blaues Licht fällt auf den Fußboden und manchmal gehen die Leuchten an und aus, wie wir es von einer „funkelnden“ Weihnachtsdekoration kennen.
In Wadenhöhe nicht zur Installation empfohlen, wenn man die Wohnung noch normal nutzen möchte, aber unter der Schlafzimmerdecke oder im Bad wäre das eine romantische Ergänzung.
Ratschlag: Nicht wirklich etwas für Einsteiger. Außerdem muss es passen.

Weder über den Rubikon noch über den Jordan: OSTRALE ‘O13

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Übrigens ist die Ostrale 13 letztens zu Ende gegangen.
In diesem Jahr war das Motto »Wir überschreiten den Rubikon« »we cross the rubicon«. Es ging laut Begleitheft um „Ausschau halten, aus der Vergangenheit lernen, neue Strategien entwickeln und gewinnbringende Allianzen schmieden“. Angesichts solcher selbstbezogenen Worte fragte ich mich schon beim Lesen, was das für mich als Kunden bringen soll. Zum Glück las ich weiter und weiter unten stand dann die Mottodeutung für uns zahlende Besucher. Wir sollten im ersten Schritt die inneren Grenzen überschreiten, um uns selbst kennenzulernen. Denn nur dann wären wir fähig, im zweiten Schritt die äußeren Grenzen zu überschreiten und „objektiv fremde Einflüsse, Formen, ja, ganze Kulturen in ihrer Komplexität zu begreifen, ohne sich von Vorurteilen, konditionierten Verhaltensweisen und manchmal hinderlichen Denkmustern beeinflussen zu lassen…“. Punkt.

Wenn ihr jetzt denkt, ihr hättet etwas verpasst: Nein. Ihr habt nichts verpasst.

Noch im letzten Jahr war man schier erschlagen von der Weitläufigkeit der Ausstellung. Damit verbunden war die unausgesprochene Gewissheit, daß man an einem Tag nie würde alles sehen und erfassen können, sollte es kein Parforceritt durch die Räume sein.
Nachdem über den Winter die Pläne der Stadt aufgegangen waren und ein Großteil der Gebäude an Investoren abgegeben wurden, war das wirklich Neue in diesem Jahr die räumliche Beschränkung. Nicht, daß es jetzt eng zugegangen wäre. Aber dieses Mal konnte man die Ausstellung in zwei bis drei Stunden durchschreiten und hatte alles gesehen.
Und das, was man zu sehen bekam, war die übliche Ostralekunst. Ein Potpourri kontemporäri Art, welches ein hervorragendes, niederschwelliges Einstiegsangebot an Menschen war, die gerade anfangen, sich mit moderner Kunst zu beschäftigen.

Das Fazit: Weder überschritt die Ostrale den Rubikon, noch ging sie über den Jordan. Auf ein normales räumliches Maß gestutzt bei gleicher Qualität des Inhalts wurde mir klar, was in den vorangegangenen Jahren so geblendet hat. Es war die riesengroße Verpackung. Es wurde eine normale Kunstausstellung auf das fünffache vergrößert. Und das auch noch in diesen speziellen Gebäuden. Das war der Trick.
Von diesem Jahrgang bleibt eine erfreuliche Übersichtlichkeit und viele, für dieses Ratgeberblog relevante Kunstwerke.

P.S.:
Ich plane eine eigene Artikelreihe mit Kurzbeschreibungen ausgewählter Ostrale-Werke. Diese bekäme dann den Titel »Ostraleerprobt« (oder in IAE: »ostraleapproved«) und würde verschiedene Werke als Beispiele aus der Praxis beschreiben. Werke wie »Applaus/applause« von Via Lewandowsky. Zweifellos ein Werk, das diesem Blog würdig ist. Oder auch die völlig kryptische Installation mit Heizlampe, verschiedenen Materialien, die dieser ausgesetzt wurden, und einer Laube aus Latten und Frischhaltefolie. Immerhin hatte sie eine Tür. Oder das Werk »ante«. Bestehend aus vier Türen eines Küchenhängeschranks, nebeneinanderstehend auf dem Fußboden an die Wand gelehnt. Das wird lehrreich, soviel sei versprochen.

Das homegrauen hat ein Ende! †††

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Hallejulia!
Es ist vollbracht!
Die »ostrale 2012« ist seit heute abend Geschichte. Wir haben erst nächsten Spätsommer wieder die Gelegenheit, diese Leistungsschau der Pseudokunst nicht zu besuchen.

Aber das ist kein Beinbruch! Es gibt ja DIESES BLOG !!!

Ich werde Dich weiterhin mit Bastelanleitungen für Kunstwerke versorgen.
Da ich mir das alles selbst ausdenke, kann es nicht jeden Tag etwas Neues geben. Aber wöchentlich könnte klappen. So schwer ist das ja heutzutage nicht, irgendwelchen Quatsch als Kunst auszustellen.

Wenn Du es mit Hilfe einer meiner Bastelanleitungen in eine Galerie schaffst. dann gib mir Bescheid. Ich komm zur Eröffnung vorbei und schreib was Schmeichelhaftes ins Gästebuch. Versprochen!